Therapieverfahren
In Deutschland gibt es vier wissenschaftlich anerkannte und von den gesetzlichen Krankenkassen zugelassene psychotherapeutische Verfahren: Verhaltenstherapie, systemische Therapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Psychoanalyse.
Alle Verfahren verfolgen das Ziel, psychisches Leiden zu lindern und Entwicklung zu ermöglichen – sie unterscheiden sich jedoch in ihrem Verständnis von Ursachen und ihrem therapeutischen Vorgehen.
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
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Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie basiert auf psychoanalytischen Grundannahmen. Sie geht davon aus, dass unbewusste Konflikte und frühe Beziehungserfahrungen unser heutiges Erleben und Handeln prägen. Im Zentrum steht das Verstehen wiederkehrender innerer Muster und Beziehungserfahrungen – auch im therapeutischen Kontakt.
Als approbierte Psychotherapeutin mit tiefenpsychologischer Ausrichtung arbeite ich schwerpunktmäßig mit diesem Verfahren.
Kennzeichen:
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Fokus auf unbewusste Konflikte und Beziehungsmuster
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Bearbeitung aktueller Belastungen vor dem Hintergrund biografischer Erfahrungen
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Arbeit mit Übertragung und Gegenübertragung
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In der Regel 1 Sitzung pro Woche
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Zeitlich begrenzter Rahmen (meist 50–100 Stunden)
Ziel ist nicht nur Symptomreduktion, sondern ein vertieftes Verständnis der eigenen inneren Dynamik und nachhaltige Veränderung.
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Psychoanalyse
Die Psychoanalyse ist das umfassendste der zugelassenen Verfahren. Sie arbeitet intensiver und mit höherer Frequenz. Der therapeutische Prozess ist stärker auf die freie Assoziation, die Übertragungsbeziehung und tiefgreifende strukturelle Veränderungen ausgerichtet.
Ich befinde mich aktuell in fortgeschrittener psychoanalytischer Weiterbildung. Im Rahmen dieser Ausbildung besteht die Möglichkeit, eine analytische Psychotherapie bei mir zu beginnen.
Kennzeichen:
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Mehrere Sitzungen pro Woche (meist 2–3)
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Längerfristiger Prozess
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Vertiefte Arbeit mit unbewussten Konflikten und frühen Beziehungserfahrungen
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Intensive Analyse der therapeutischen Beziehung
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Ziel: strukturelle und persönlichkeitsbezogene Veränderung


Verhaltenstherapie
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​Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass belastende Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster im Laufe des Lebens erlernt wurden – und deshalb auch wieder veränderbar sind. Sie arbeitet strukturiert, lösungs- und gegenwartsorientiert.
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Systemische Therapie
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Die systemische Therapie betrachtet psychische Symptome im Kontext von Beziehungen und sozialen Systemen (z. B. Familie, Partnerschaft, Beruf). Probleme werden weniger als „Eigenschaft einer Person“, sondern als Ausdruck von Beziehungsmustern verstanden.